Axopar AX/E 22
Axopar · Elektrisch
Preis auf Anfrage
Als kompakteres der beiden rein elektrischen AX/E-Modelle von Axopar setzt die AX/E 22 auf denselben zweifach gestuften V-Rumpf, wie ihn bereits die klassische, benzinbetriebene Axopar-22-Reihe verwendet. Ein einzelner Aussenborder von Evoy Breeze, gespeist aus einer 63-kWh-Batterie, treibt das Boot auf bis zu 36 Knoten Höchstgeschwindigkeit an. Die Batterie lässt sich via DC-Schnellladung auffüllen, und wer das Boot bestellt, wählt zwischen einer offenen Spyder-Variante und einem T-Top-Aufbau mit Wetterschutz.
Technische Daten
- Länge
- 7.2 m
- Breite
- 2.23 m
- Tiefgang
- 0.8 m
- Höchstgeschwindigkeit
- 36 Knoten
- Reichweite
- 60 nm
Antriebsvarianten
Evoy Breeze
- Leistung
- 90 kW
- Batterie
- 63 kWh · Kreisel
- Höchstgeschwindigkeit
- 36 kn
- Reichweite
- 60 nm
- Preis
- EUR 133'500
Evoy Breeze outboard, published by Axopar as "120+ HP"; 90 kW continuous / 137 kW peak per marineindustrynews.co.uk (11.09.2024), independent of Axopar's own HP-only figure. Single 63 kWh Kreisel battery with patented immersion cooling. Range: 60 nm or 10 hours at 5 knots (recorded here), falling to approximately 17 nm at 25 knots cruising — Axopar's own two reference points, eight times apart, the same shape of gap as the EZ 28's range curve. DC fast charging at 120 kW or 150 kW reaches 80% in 50-60 minutes (recorded: fastest, 50 min) and a full charge in 1h20 (120 kW) or 1h10 (150 kW); plug is 400 VAC via a transformer. AC charging: 40 kW three-phase (63 A, 400 VAC) full in about 1h24; a standard 6 kW single-phase (32 A, 230 VAC) domestic-style connection full in about 9h25 — recorded here as the standard charging_time_hours. Available in Spyder (open) and T-Top (weather-protected) configurations, both on the same hull as the conventional Axopar 22. Price: no figure published by Axopar itself; €133,500 "from" is the lowest dealer quote found (Rockstar Yachts), with specific in-stock units seen at €161,250-€165,000 from other dealers — treat as a dealer asking price, not a builder MSRP, same caveat as the Helios marketplace prices.
Was Käufer wissen sollten
Die nackten Zahlen vor der Kaufentscheidung
Im Rumpf der AX/E 22 steckt eine 63-kWh-Batterie, gekoppelt an einen einzigen Aussenborder von Evoy Breeze - Axopar selbst spricht von „120+ HP", unabhängige Angaben nennen dagegen 90 kW Dauerleistung sowie 137 kW Spitzenleistung. Bei Höchstfahrt sind 36 Knoten drin. Besonders die Reichweitenangaben verdienen Aufmerksamkeit: Der Hersteller nennt zwei Referenzpunkte - 60 Seemeilen beziehungsweise zehn Stunden bei gemächlichen 5 Knoten, gegenüber nur noch rund 17 Seemeilen bei 25 Knoten. Zwischen Economy-Tempo und zügiger Fahrt liegt damit ein Faktor acht, ein Muster, das sich bereits bei der Crooze EZ 28 und der Helios Omega 7.2 in diesem Vergleich zeigte. Wer das Boot für Gleitfahrt einplant - etwa auf einem Schweizer See -, sollte sich die Reichweite exakt für diese Geschwindigkeit nennen lassen und nicht auf die werbewirksame 60-Seemeilen-Zahl vertrauen.
Schnelles Laden - wenn die Infrastruktur mitspielt
An einer leistungsstarken DC-Ladesäule mit 120 kW oder 150 kW erreicht die Batterie innert 50 bis 60 Minuten die 80-%-Marke - für ein Boot dieser Grössenklasse ein bemerkenswertes Tempo, das die eher knappe Reichweite spürbar relativiert. Deutlich anders präsentiert sich die Lage an einer gewöhnlichen Steckdose daheim oder im Hafen: Über eine einphasige 6-kW-Leitung dauert eine volle Ladung etwa neuneinhalb Stunden, und selbst ein dreiphasiger 40-kW-Anschluss benötigt noch rund anderthalb Stunden. Diese Diskrepanz sollte vor dem Kauf geklärt werden, denn ein schneller öffentlicher Lader in Marina-Nähe prägt das Nutzungserlebnis dieses Boots stärker als die reine Batteriekapazität.
Ein Rumpf, zwei Gesichter
Spyder- und T-Top-Ausführung bauen beide auf demselben doppelt gestuften V-Rumpf auf, den auch der konventionelle, verbrennungsmotorisierte Axopar 22 nutzt - Axopar selbst bezeichnet die AX/E 22 nicht als Neukonstruktion, sondern als „die nächste Evolutionsstufe" dieser bewährten Plattform. Das schafft eine solide Vertrauensbasis für die Fahreigenschaften, selbst ohne einen eigenständigen Elektro-Testbericht. Die offene Spyder empfiehlt sich für Wassersport und milde Klimazonen, während das T-Top Schutz vor Wind und Wetter bietet - ein sinnvolles Angebot für ein Boot, das aufgrund seiner Laufruhe und seines Einsatzprofils für kurze Distanzen vermutlich unter recht unterschiedlichen Bedingungen zum Einsatz kommt.
Finalistin unter starker Konkurrenz
2025 schaffte es die AX/E 22 unter die Finalisten der Gustave Trouvé Awards, Kategorie „Production Electric Boats: Up to 8m / 26ft" - jene Kategorie, die letztlich von der Helios Omega 7.2 gewonnen wurde. Sich unter 122 nominierten Booten einen Finalplatz zu sichern, bewertet von einem internationalen Gremium führender Elektroboot-Verbände, zählt als ernstzunehmende Auszeichnung. Mit einem Sieg sollte man das allerdings nicht gleichsetzen.
Offene Fragen für die eigene Recherche
Auf der Axopar-Website zur AX/E 22 fehlen Angaben zu Gewicht, Passagierzahl, CE-Kategorie und Preis - vier Werte, die für zahlreiche andere Boote in diesem Katalog durchaus vorliegen. Das Fehlen wirkt daher wie eine bewusste Entscheidung des Herstellers, nicht wie eine Recherchelücke. Konkrete Händlerangebote für individuell ausgestattete Boote bewegen sich zwischen etwa 133 500 € und 165 000 € - eine Bandbreite, die eher Ausstattungsunterschiede und Wechselkursschwankungen widerspiegelt als einen verbindlichen Basispreis. Bevor man sich auf eine dieser Zahlen verlässt, lohnt sich ein schriftliches, datiertes Angebot für genau die gewünschte Konfiguration.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.
Preise & Nominierungen
- 2025FinalistQuelle
Gustave Trouvé Awards
Production Electric Boats: Up to 8m / 26ft · Plugboats


